Letzter Tag in Tam Coc und Nachtzug nach Hue 

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Unser letzter Tag in Tam Coc war ein wahres Highlight. Er begann mit einem überraschend köstlichen Frühstück. Tom, der Hotelier, überredete uns, ein traditionelles vietnamesisches Zmorge zu probieren: Eine gewürzte Glasnudelsuppe mit Gemüse und Fleisch. Dazu wurden kunstvoll geschnittene Ananas-Stengel, Papaya, Mango, Kaffee und Fruchtsaft serviert. Es schmeckte allen vorzüglich. Ohne Toni hätten wir was verpasst … Cam on (Danke) Toni!

Unsere zweite, fast zweistündige Bootsfahrt in Tam Coc auf dem Ngo Dong Fluss war ein weiterer Höhepunkt auf unserer Reise. Frauen und Männer rundern die Boote mit ihren Gästen unter anderem mit den Füssen durch die traumhaft schöne Flusslandschaft, zwischen den imposanten Hügeln und geernteten Reisfeldern, durch drei recht niedrige Höhlen (wir mussten den Kopf einziehen) und an Hotspots (Tempel und co.) vorbei. Es war stimmig-schön, mit einem Hauch von Romantik. Die Boote glitten ruhig dahin und die fabenfrohen Schiffe zauberten ein wunderbaren Bild, das mit Fotos nicht wiedergegeben werden kann. 

An diesem Tag machten wir noch Halt in zwei Cafés, die uns in den vergangenen Tagen überzeugt haben. Im Bricks, etwas ausserhalb vom Zentrum und im industrial Style geschmackvoll eingerichtet. Montsi und Claudia genossen einen ungezuckerten Kokosnuss-Kaffee – herrlich! 😋 Das zweite Lieblingscafé, der Brick Coffee Shop befindet sich im Zentrum. Nach unserer Bootstour waren wir hungrig. Die getoasteten Baguettes mit Avocado-Mousse und Soiegeleiern war ein wahrer Genuss, genau gleich wie Claudias Limesaft ohne Zucker, der Zimt-Orangentee, der cappuccino…

Die 33-jährige Café-Inhaberin erzählte Claudia beim Zahlen von ihren beiden kleinen Söhnen, von ihren Schwiegereltern, die sie nicht mag und von ihrer Mutter. 

Die restliche Zeit vertrieben wir im Hotel. Toni verwöhnte uns noch mit einem Fussbad. 

Um 20.15 Uhr holte uns das Taxi ab. Viel zu früh, eigentlich. Denn die Fahrt zum Bahnhof von Ninh Binh dauert nur 15 Minuten. Wir waren also viel zu früh vor Ort (Abfahrt des Zuges um 21.35 Uhr). Montsi wie Claudia waren sich einig: sicher ist sicher. Und: Wir waren nicht nicht ersten vor Ort …

Der Bahnhof von Ninh Binh wirkt recht modern. Er ist klein und verfügt nur über zwei Geleise. 

Beim Warten wurden wir von Kindern angesprochen. Zum Teil hatten sie einen Zettel mit Fragen auf Englisch in der Hand. Montsi und Raphael unterhielten sich mit einem Mädchen, das ziemlich gut Englisch sprach. Ihr Vater arbeite als Arzt, sagte sie und sie wohne in der Nähe des Bahnhofs. Die zehnjährige Ann sprach mit Claudia über Lieblingsfarben, Familie, Sport, Hobbies, Schule … Zum Schluss machten wir ein Selfie und ich schrieb eine Widmung in ihr Album rein. Ich lernte zum Schluss auch ihre Eltern kennen, die etwas abseits sassen. Die Kinder kommen jeweils zum Bahnhof, um ihr Englisch zu üben.

Obwohl dunkel und Abend, fühlten wir uns sicher. Es hatte keine Besoffenen, wie beispielsweise in zahlreichen Schweizer Bahnhöfen. Die Büchse Nüsse, die wir im Bahnhofsladen kauften waren ungeniessbar ranzig 😝.

Kurz vor dem Eintreffen des Zuges wurde das Gitter zum Geleise geöffnet und die Ticket wurden kontrolliert. Kein Gedränge. Wir fanden rasch unseren Wagen und unser Abteil. Alles war gut gekennzeichnet. Der Zug fuhr pünktlich ab.

Es war ein alter Zug. Es ruckelte und am Anfang herrschte ein ziemlich lautes Trinkgelage von Russen, vermuten wir.

Das Schlafwagenabteil war eng und die Betten bereits benutzt. Zum Glück hatten wir unsere Seidenschlafsäcke oder ähnliches bei uns. Claudia hörte die Nacht durch Podcasts, schrieb diesen Blog und konnte zeitweise recht gut schlafen, ebenso Montsi und Raphael. Stefan bevorzugte es, nach einem Liegeversuch im Sitzabteil Platz zu nehmen und die Nacht dort zu verbringen. 

Der Morgen präsentierte sich regnerisch. Wir fuhren durch Dörfer und Reisfelder, die grösstenteils bereits geerntet sind. Diesen Monat wütete ein Taifun durch die Gegend. Wir glaubten,Spuren davon zu sehen.

Die Reinigungsequipe kam am Morgen in der Früh mit Besen und Kübel mehrmals vorbei, ebenso die Verpflegungswagen. Rechtzeitig vor Eintreffen in Hue erinnerte uns der Schaffner daran, uns bereit zu machen und pünktlich um 8 Uhr erreichten wir Hue. Der Schaffner half allen beim Aussteigen … Wir sind einmal mehr über die Freundlichkeit und Pünktlichkeit beeindruckt. 😊

Bisher hatten wir Wetterglück. Gemäss App erwarten uns nun Tage mit ziemlich viel Regen in Hue.

Auch das ist Vietnam. Wir sind ausgerüstet. 💪☔️

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2 Antworten zu „Letzter Tag in Tam Coc und Nachtzug nach Hue ”.

  1. Avatar von Cristina
    Cristina

    So ein toller Blog! Es macht richtig Spass, ihn zu lesen – ich freue mich schon auf weitere Einträge!

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    1. Avatar von clolympia
      clolympia

      vielen dank, liebe cristina. das ist pures doping für weitere beiträge 😊. es macht spass, zu viert unterwegs zu sein! 🥰 und es machte ebenso spass zu beginn unserer reise in hanoi zu sechst auf entdeckungstour gewesen zu sein.

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