Unsere beiden letzten Tage verbrachten wir in Saigon. Claudias letztes Jogging im Park von Saigon. Sie genoss den Weg dorthin, wo die Menschen bereits vor sieben Uhr am Frühstücken und am Diskutieren waren.







Stefan und Raphael holten ihre geschneiderten Hemden ab, Montsi und Claudia die angefertigten Kleider. Claudia ein traditionelles vietnamesisches Seidenkleid. Stefans berechtigte Frage: Wann wirst du dieses in der Schweiz tragen?

Am ersten Abend begaben wir uns alle nach einem köstlichen vietnamesischen Nachtessen zur viel gepriesenen Walkingstreet Nguyen Hue. Was wir zu sehen bekamen war 😝. Ein Wechselbad von grossem Mitleid und riesigem Ekel. Junge Frauen und Männer tanzten vor den Bars auf Podesten und zum Teil geifernde Männer spazierten durch die Strasse. Dabei wird weder im Lonely Planet, noch im Netz darüber berichtet (…). Es ist von Künstlern und buntem Treiben zu lesen. Erst ein konkretes Nachfragen bei KI bringt die Fakten hervor: Die Prostitution ist in Vietnam zwar verboten, aber …



Wir sahen allerdings tatsächlich auch Musiker/innen und Künstler/innen:

Und die Polizei war ebenfalls präsent:

Zum Thema Prostitution eine Beobachtung am ersten Morgen im Hotel im Frühstücksraum. Neben uns sassen zwei Männer. Ein Tourist aus dem Westen und ein junger Asiate. Die beiden sprachen während dem ganzen Essen kein Wort miteinander. Der Asiate hatte Nudeln und Co. auf dem Teller, ass diese relativ unbeholfen mit Messer und Gabel. Stefan und Claudia hatten die gleichen Gedanken …
Saigon ist voller Leben und Gegensätze!



Ein letzter Rundgang an zweiten und letzten Saigon-Tag in der Markthalle. Kaffee einkaufen und Claudias Buddha. Und dann: Was für ein Überraschung! Wir treffen Brigitte und Jsabelle aus Bern (!) in der Markthalle. Sie waren am Samstag in Saigon gelandet. Eine herzliche Umarmung, ein kurzer Austausch. Wir sehen uns Anfang was 2026.

Die beiden waren mit drei weiteren Frauen zusammen. Zwei von ihnen führen ein Informatikunternehmen, das seit 15 Jahren in Saigon eine Niederlassung hat. Sie berichteten von ihrer Tätigkeit und ihren Erfahrungen in dieser Stadt, dass in diesem sozialistischen Staat für die Arbeitnehmenden Sozialleistungen bezahlt werden, es einen zweijährigen Mutterschaftsurlaub gebe und das Personal Ferien beziehen könne wie in der Schweiz. Auch sie spüren -wie wir – bei den Menschen eine Kraft, wirtschaftlich aufzuholen und an die Spitze zu gelangen. Es war spannend! 🤓
Claudia ging anschliessend alleine weiter zur Bookstreet. Unterwegs kam sie an einer Bäckerei-Patisserie vorbei. Diese verkauft unter anderem Sauerteigbrot und Patisserie, die richtig lecker und schön aussieht. Zudem hatte es in einem Gestell diverse Fachbücher, auch von Herme. Claudia kaufte einen Croissant, ein Chicken-Pate und einen kleinen Schokoladencake, den sie zurück im Hotel, zusammen mit Stefan genoss. Noch nie auf der Vietnamreise hatten die beiden solch ein ausgezeichnetes Croissant und einen köstlichen Cake gegessen!







Es ging weiter Richtung Bücherstrasse und – welch ein Zufall! – traf sie in dieser Millionenstadt Montsi und Raphael. 😊
Vor der eingerüsteten Kirche Notre Dame entdeckte Claudia eine grössere Gruppe von katholischen Gläubiger/innen, welche die Madonna anbeteten und sangen.


Die Bücherstrasse war spannend. Es wird allerlei angeboten, viel Kitsch, aber auch viel Spannendes, so Asterix auf Vietnamesisch.





In einem Bookshop wurden nur antike Bücher. Beim Herumstöbern entdeckte Claudia ein Buch über Mussolini. Prominent platziert. Sie fotografierte dieses sowie die Bücherwand. Eine Angestellte informierte Claudia, dass hier nicht fotografiert werden dürfe … Weshalb wohl?


Nach einem Training im neunten Stockwerk des Hotels und einem Bad im Swimmingpool entschieden sich Stefan und Claudia spontan zu einer Fussmassage. 40 Minuten. Danach hatten sie das Gefühl auf Watte zu laufen, herrlich. Kosten: 350‘000 Dong, das sind umgerechnet 10 Franken.




Ein letztes Apéro, dann ging es am Abend zu viert ins unscheinbare Gault Millau Restaurant Bep Me In. Wir waren schon einmal bei unserem letzten Aufenthalt dort. Ein Genuss!



Allerdings war es für Stefan kein leichtes Unterfangen, ein Menü ohne Knoblauch zu finden. Wahrscheinlich hatte er trotz allem Nachfragen ein bisschen davon abbekommen, denn die letzte Nacht in Saigon lag er mehrheitlich wach im Bett 😳.
Am Morgen um 6 Uhr wurden wir pünktlich von einem fröhlichen Taxifahrer abgeholt. Ein grosser Federer-Fan. Er erzählte uns im Detail von einem Tennismatch zwischen Federer und Nadel im 2014. Aber auch Messi war Thema … Es war eine erfrischende Begegnung zum Abschluss, die wir so oft erlebt haben. Welch eine herzliche Gastfreundschaft ❣️
Beim Einchecken am Flughafen von Ho Chi Min City dann der grosse Schreck. 😳 Stefans Visum war abgelaufen (und sein zweiter Name fehlte – ohne Konsequenzen) … mehr wird Stefan im folgenden Blog erzählen…

PS. Die Aussicht von unserer kleinen Hotelterrasse.



PS2. Claudias Koffer, gekauft vor der Marokkoreise, hat arg gelitten. Zur Sicherheit hat sie den kleinen Riss mit einem breiten Band, das sie an der Hotelreception erhalten hat, überklebt.

Nachtrag: Der Pjama-Look war während unserer Reise immer wieder ein Thema 🙃

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