Hier ist zurzeit Herbstanfang. Davon merken wir im Süden Vietnams nicht viel. Die Blätter färben sich nicht. Es bleibt alles grün. Die Jahreszeiten, wie wir sie aus der Schweiz kennen, existieren hier nicht.

Die touristische Hauptreisezeit in Vietnam dauert von November bis April. Dann ist das Wetter meist trocken. Obwoh sich für uns bereits der November heiss-schwül (bis 80 % Luftfeuchtigkeit) anfühlt, ist dieser Monat für Einheimische eher „kühl“. Im Januar und Februar ist es je nach Region wärmer.
Von Mai bis Oktober ist Regenzeit, besonders in Zentral- und Südvietnam, weshalb die Touristenzahlen dann niedriger sind. Dass es, wie dieses Jahr in Vietnam noch Ende Oktober/Anfang November Unwetter hatte und Taifuns gab, sei nicht normal, war zu lesen und zu hören.

Die meisten Tourist/innen in Vietnam stammen aus Ost- und Südostasien, vor allem Südkorea und China, mit weiteren wichtigen Märkten aus Taiwan, Japan und den USA. Es gibt klare regionale Verteilungen, wobei Metropolen und Küstenregionen die meisten Besuchenden empfangen, während ländliche Gebiete weniger vom internationalen Tourismus profitieren.
Die Corona-Pandemie hat beim Tourismus in Vietnam Spuren hinterlassen. 2019 verzeichnete das Land 18 Millionen Tourist/innen. Die Pandemie-Jahre verursachten einen massiven Einbruch, wie vielerorts. 2022 zählte man noch 3,7 Millionen Besuchende. Im 2023 stieg die Zahl auf 17,58 Millionen.
Vietnam hat u.a. durch vereinfachte Visabestimmungen und eine E-Visa-Plattform Fördermassnahmen ergriffen, wie unsere Recherchen ergaben. Zwar heisst es auf verschiedenen Plattformen, dass sich der Tourismusmarkt wieder erholt habe und beispielsweise die Zahl der Chines/innen erneut stark angestiegen sei. Dies widerspricht allerdings den Aussagen diverser Guides, die sich über das Ausbleiben der – vor allem – chinesischen Gäste beklagten. Zwar würden die Zahlen der Euopäer/innen und Amerikaner/innen ansteigen, doch dies stehe nicht im Verhältnis zum Verlust aus China.
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