Nach einer rund vierstündigen Taxifahrt sind wir von Saigon kommend vorgestern in Can Tho im Mekongdelta eingetroffen. Wir sind im höchstmodernen Viersternehotel Wink einquartiert. Die Zimmer sind klein, aber zweckmässig und geschmackvoll eingerichtet. Das Hotel ist vor rund einem Jahr eröffnet worden.
Es heisst Wink, weil es sich an einejunge, dynamische Zielgruppe richtet, die ein modernes und technologisch fortschrittliches Reiseerlebnis sucht. Der Name steht für Effizienz und Funktionalität und soll die Schnelligkeit des Lebensstils der Gäste widerspiegeln, mit smarten Annehmlichkeiten wie Self-Check-in und kontaktloser Bezahlung über eine App.
Uns ist es wohl.

Unsere erste Erkundungstour landete buchstäblich im Wasser. Denn die Flüsse im Mekongdelta treten um diese Zeit über die Ufer und überschwemmen Teile der Stadt, u.a. wegen der grossen Regenfälle. Auch hier haben sich unsere Gummischlarpen bewährt.






Die Prognosen von Einwohnenden hatten sich bewahrheitet: Denn nach der Flut folgt die Ebbe. Am nächsten Morgen, also gestern, war das Wasser in den Strassen nicht ganz weg, aber man konnte sich in normalen Schuhen fortbewegen.



Gestern stand der Besuch der bekannten und viel gepriesenen schwimmenden Märkte auf dem Programm. Bereits um 5.30 Uhr wurden wir von unserer Guide Alina abgeholt. Vor allem Montsi und Claudia freuten sich auf den Ausflug, der bei Sonnenschein stattfand. Mit zig-anderen Touris fuhren wir in der Früh los Richtung Märkte und erlebten einen romantischen Sonnenaufgang.

Unterwegs erklärte man uns, dass es früher praktisch in jedem Ort einen schwimmenden Markt gab, doch sei heute Cai Rang noch der einzig übriggebliebene. Wir merkten rasch: Dieser findet nur noch wegen den Tourist/innen statt.






Der Ausflug war verbunden mit einem interessanten Besuch einer Obstplantage, bei einer vierköpfigen Familie, die auf drei aneinander festgemachten Schiffen wohnt, sowie eines „Workshops“ zur Reisnudelherstellung.











Die Erwartungen an diesen Ausflug wurden zwar nicht ganz erfüllt, aber wir hatten trotzdem unseren Spass. 😊 Raphaels Fazit – mit einem Schmunzeln: „Stefan und ich hatten doch recht!“








Ein Highlight war hingegen der Ausflug in den Nationalpark Lung Ngoc. Unsere dynamische Guide Ngoc holte uns kurz vor Mittag ab. Die Taxifahrt dauerte für die 45 Kilometer rund eine Stunde. Wir machten einen Zwischenhalt bei einem lokalen Markt auf dem Land. Was wir zu sehen bekamen, war spannend: Eine riesige Vielfalt an Früchten und Gemüsen, ein für unsere Augen Wirrwarr an Alltagsprodukten und viele Stände mit Geflügel, Fleisch, Fisch und Amphibien. Die Tiere, zum Teil noch halblebendig, waren in engsten Gehäusen eingepfercht. Auch das ist Vietnam …








Zwischendurch gab es festlich geschmückte Zelte. Das sind, laut den Aussagen unserer Guide, Hochzeitszelte. An Wochenenden werde häufig geheiratet, erklärte sie.


Nach ein paar Minuten Taxifahrt erreichten wir den Park und waren von Anfang an total geflasht! 🤩 Mit dem Boot ging es durch die dschungelartige Landschaft. Wurde der Motor des Boots abgestellt, konnten wir ein fröhliches Vogelgezwitscher hören.










Den Lunch nahmen wir an einem idyllischen Ort ein. Es hatte einen kleinen Turm, von welchem wir die Aussicht geniessen konnten. Wir alle waren begeistert von dem, was wir gesehen hatten und von unserer Guide, die uns auch einiges über die Küche erzählte und während der kurzen Wanderung verschiedene Pflanzen sammelte, die sie verarbeiten wollte.
Ngoc trug übrigens ein Langarmshirt, einen Cap und eine lange Hose. Nicht wegen den Mücken, sondern, um nicht Farbe anzunehmen.










Wir hatten übrigens grosses Wetterglück: Die Sonne lachte während unserem Bootsausflug am Himmel. Kaum waren wir im Auto, begann es zuerst fein, dann heftig zu regnen.




PS. Noch ein paar Bilder von der Joggingrunde von Claudia von heute Morgen. Diese war nicht so lange wie üblich, nur etwas über 6 Kilometer. Sie führte an einem der Flüsse entlang, idyllisch schön zu diversen Sportanlagen, unter anderem zu Volleyballfeldern, wo gerade die Vorbereitungen für ein Turnier im Gang waren, und zu Tenniscourts.









PS2. Bilder von der Markt-/Stadttour, die Claudia gestern Nachmittag alleine unternommen hat.












PS3. Schnusige Begegnung im Hotellift heute Morgen. Das kleine Mädchen tanzte für Claudia bzw. für die Kamera 😍
PS4. Seit wir den Süden erreicht haben, schützen wir uns vor jedem Ausflug mit Insektenspray vor den Moskitos, ein paar von uns sprayen sich auch abends ein. es nützt! 😊

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