Auf unserenAusflügen, in Restaurants und beim Flanieren durch die Strassen entdecken und vernehmen wir immer wieder Neues über Vietnam. Wir notieren und wenn wir wieder ein paar Punkte zusammen haben, veröffentlichen wir dies auf unserer Webseite. Hier der Teil zwei:
– In Vietnams Städten fahren nicht nur Taxiautos herum, sondern auch Taxiroller. Sie sind mint-farbig und führen einen zweiten Helm in der gleichen Farbe mit für den mitfahrenden Gast.


Es gibt auch Food-Deliverer:

– Fussball gehört, zusammen mit Badminton, zu den populärsten Sportarten. Allerdings haben wir bisher nur ein Fussballfeld, d.h. Stadion, entdeckt.

Wir haben jedoch bereits verschiedentlich Menschen gesehen, die ein Netz aufgespannt hatten – auch auf der Strasse – und Badminton spielten.

– Switzerland? Nicht viele kennen die Schweiz. Allerdings werden mit dem zweiten Satz Barcelona und Messi genannt, und vereinzelt Neymar.

– Gemäss unserer Reiseführerin in Ho Chi Min City werden die Motorräder in Vietnam (oder nur Saigon?) Honda genannt. Es handle sich um die meistverkaufte Montorradmarke. Die Fahrzeuge des japanischen Herstellers würden in Vietnam produziert. Ein neues Motorrad koste zwischen 1200 und 2000 Dollar. Der Monatslohn eines normalen Chauffeurs beträgt 10 Millionen Dong, das sind etwas über 300 Schweizer Franken. Alles gemäss Angaben unserer Reiseleiterin in Saigon.

– Apropos Roller: Viele Waren werden an den Ständen am Strassenrand, am Boden oder durch ein offenes Fenster verkauft. Wir haben häufig beobachtet, dass die Kund/innen mit ihren Rollern oder Fahrrädern direkt an den Stand fahren, gar nicht absteigen und so ihre Einkäufe tätigen. Zum Teil stehen die Motorroller Schlange. Also ein vietnamesisches Drive-in. 😉

– Die Motorroller dienen nicht nur fürs Fahren, sondern auch als sogenannte Siesta-Liege. Vor allem die Männer ruhen sich darauf aus, dösen zum Teil sogar oder sitzen ganz einfach darauf. Dies ist nur möglich, weil die Vietnamesen klein gewachsen sind. Bei Menschen in der Grösse von Raphael oder Stefan wäre dies unmöglich. 🤓

– Saigon sei aufgrund der Lage nicht von Taifuns betroffen. Der letzte heftige Taifun sei vor rund 120 Jahren über die Region gefegt.
– Vietnam feiert dieses Jahr 80 Jahre Unabhängigkeit (von den Franzosen) und 50 Jahre Wiedervereinigung (Ende des Vietnamkriegs).

– Halloween: Dieser Brauch aus den USA ist auch in Vietnam angekommen (und in Kambodscha). Am 31. Oktober am Abend, sahen wir verschiedene Menschen geschminkt oder verkleidet herumlaufen.


– Stefan ist doppelt präsent in Vietnam: An verschiedenen Orten haben wir mit grossen Lettern den Namen Adam entdeckt und in Saigon sogar ACE.

– In Vietnam gibt es offiziell 54 ethnische Gruppen. Die grösste sind die Viet (auch Kinh genannt), die etwa 87 bis 88 % der Bevölkerung ausmachen. Der Name stammt von einem alten chinesischen Begriff für Völker im südlichen Asien ab. Die Viet sind hauptsächlich in den fruchtbaren Flussdeltas des Landes zuhause.
– Offiziell gibt es in Vietnam 16 anerkannte Religionen sowie 43 religiöse Organisationen (Perplexity). Die grösste Gruppe bildet der Buddhismus, gefolgt vom Katholizismus (Spuren der Kolonialisierung durch die Franzosen), Caodaismus, Protestantismus, Hoa Hao und vom Islam.


– Raphael und Claudia haben zwei Weinversuche gemacht. Das erste Glas Rotwein in Hanoi war ungeniessbar und das zweite, ein Cabernet-Sauvignon, war etwas besser, aber mehr nicht.
– Wir geniessen das einheimische Bier. Das ist wirklich köstlich. Das Buda-Bier gehört übrigens Carlsberg, einem dänischen Unternehmen. (…)


– Graffitis: Wir haben bis jetzt nirgends Graffitis entdeckt.
– Weshalb gibt es in Vietnam nur wenig Milch, aber umso mehr Kondensmilch? Die Antwort lieferte uns unsere Saigon-Guide Bao: Vietnames/innen vertragen keine Milch …

– Im Gegensatz von anderen südlichen Ländern, haben wir in Vietnam die Erfahrung gemacht, dass die Menschen nicht aufdringlich sind. Man wird beim Vorbeigehen herbeigewunken oder auch nur angelächelt, mehr nicht. Das ist angenehm.

– In Hanoi haben wir nur ganz wenige Bettler gesehen. Waren es zwei oder drei? Anders in Saigon. Da ist die Armut in einigen Strassen sichtbar.

– Ein weiterer Unterschied zu Hanoi: Im Zentrum, wo sich die Touristen herumtummeln, ist es sehr sauber. Findet ein Event statt, kommt sofort nach dem Ende oder auch während des Anlass,es eine Putzequipe vorbei. Allerdings präsentieren sich die Quartiere ausserhalb des Zentrums mit etwas mehr Unrat. Nicht so in Saigon. An den Hotspots ist es etwas weniger proper und in den Aussendistrikts liegt der Abfall zum Teil sichtbar am Boden.
– Noch etwas: In Hanoi haben wir nie eine Ambulanz oder ein Polizeiauto heulen gehört. Hingegen in Saigon hörte man sie regelmässig. Auf dem Walk nach China-Town war vor allem das Krankenhauto oft zu hören.
– Uns fällt auf, dass nicht wenige der Vietnames/innen eine Maske tragen. Die Guide Aline, die uns heute u.a. zu den schwimmenden Märkten führte, trug phasenweise eine solche. Der Grund: Die Sonne. Aline will ihren hellen Teint erhalten.

Wie sie Raphael berichtete, arbeitete sie vor rund drei Jahren als Model. Nun lässt sie sich als Tourenguide ausbilden. Die 25-Jährige finanziert sich ihre Ausbildung als Englischlehrerin und als Guide. Sie hatte ebenfalls ein Angebot, für drei Jahre in Japan zu arbeiten, in einer Fabrik. Doch das wollte sie nicht. Sie will in der Nähe ihrer Familie bleiben, zudem sei dies „hard work“.
PS. Die Mutter von Aline ist erst 44 jährig. Aline könnte also unser Enkelkind sein … 🙃

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