Claudias gestriges Morgenjogging führte an den Fluss und ins Zentrum von Siem Reap. Das Wasserfest war in vollem Gang und die Boote standen kurz vor dem Start. Es war deshalb eine laute, leicht hektische Stimmung.


Die Joggingrunde war herrlich – mit Besichtigung verschiedener Sehenswürdigkeiten und spannender Gebäude.
















Fotografisch aufgeschnappt: Ein zusammengeflicktes Motorrad, das mit einem Schloss gesichert war.

Nach einer erfrischenden Dusche im Hotel, einem Cappuccino, einem Croissant-Sandwich (Claudia) und einer Omelette (Stefan) sowie einem frisch gepressten Orangen- bzw. Ananassaft im Cafe 1961 (!) machte sich Claudia alleine auf Entdeckungstour. Stefan bevorzugte, im Hotel etwas zu chillen.
Claudia hatte einen klaren Plan: In der letzten Nacht hatte sie aufgrund ihrer Insta-Story über Siem Reap von einem Kontakt einen Hinweis auf ein Gastro-Nachwuchs-Unterstützungsprojekt in dieser Stadt erhalten.
Das Schweizer Paar Sara und Paul Wallimann führen seit 2011 in Siem Reap das Trainingsrestaurant Haven. Dieses Projekt unterstützt volljährige Teenager, die das Waisenhaus aufgrund ihres Alters verlassen müssen, beim Übertritt ins richtige Leben. Hier werden die Jugendlichen ausgebildet, sie haben einen sicheren Arbeitsplatz.
https://havencambodia.com/de/willkommen/
Auf dem Weg dorthin kam Claudia wieder am Wasserfest vorbei und an einem Hard Rock Cafe – es gibt sie immer noch!

Das Tor zur Haven-Anlage war zwar offen, doch das Restaurant hatte geschlossen.Wir werden uns über das Projekt informieren.

Unmittelbar neben der Haven-Anlage steht ein stimmig-schönes Café. Gemäss Aushang hat es den nationalen Barista-Wettbewerb gewonnen. Die Gäste können die Kaffeesorte wählen und sogar riechen (siehe zweites Foto). Zudem hat es eine grosse Auswahl an Matcha-Latte (viertes Foto). Das Interieur des Cafés ist geschmackvoll eingerichtet und der Garten lauschig. Es war in jeder Hinsicht ein Genuss!









Auf dem Weg zurück, schlenderte Claudia durch das dichter gewordene Treiben an den Ständen des Wasserfests vorbei und besichtigte ein paar Tempel und Pagoden.



















Um 17 Uhr ging es per Taxi zu Flughafen. Claudia wünschte auf der Fahr die Skihalle zu fotografieren – einfach schräg diese Anlage 🫤!

Kurzes Schöckli am Flughafen von Siem Reap: Beim Einchecken verlangt die Angestellte von Vietnamair unser Visum. Strenger Blick. Sie vergleicht Buchstabe für Buchstabe die Vor- und Nachnamen sowie den zweiten Namen auf dem Visum mit dem Pass. Zweiter Name? Auf Stefans Visum steht einzig „Stefan Adam“ geschrieben. Walter fehlt. Die „Generalin“ holt einen Uniformierten zu Hilfe. Die beiden diskutieren. Wir werweisen. Kann Stefan nicht nach Vietnam einreisen? 😳 Dann die Erlösung: Die Frau am Desk nebenan, wo Montsi und Raphael ebenfalls am Einchecken sind, gibt Entwarnung. Die Einreise von Kambodscha nach Vietnam erfordert kein Visum 😅. Die „Generalin“ übergibt uns die Pässe und der Weiterreise steht nichts mehr im Wege.
Erst nach Mitternacht landen wir in Saigon. Aufgrund des (wohl heftigen) Regens müsse er eine Extrarunde fliegen, teilte uns der Pilot mit. Wir landeten etwas später, aber sicher.
Beim Verhandeln für eine Taxifahrt zum Hotel in Ho Chi Min City (Saigon) haben wir vier bereits Erfahrung 😇. Wir machen mit einem Zwischenhändler 350‘000 Dong ab, das sind rund 10 Schweizer Franken. Der Taxifahrer, der kein Englisch spricht, beginnt sich unmittelbar nach der Abfahrt zu echauffieren fuchtelt herum. Wir verstehen, dass er mehr Geld will und geben ihm zu verstehen, dass wir auf dem abgemachten Betrag beharren. Der Taxifahrer fährt ziemlich aggressiv in der nächtlichen Dunkelheit weg, Claudia lässt kurz mal vor Schreck einen leisen Schrei los. Ihr ist nicht mehr wohl. Wo sind wir gelandet, wo werden wir landen, fragt sie sich. Raphael und Stefan haben keinerlei Bedenken, was sich auch bestätigt. Der Fahrer fährt zurück zu seiner „Taxizentrale“ und ein anderer, sympathischer Chauffeur übernimmt den Platz. Er gibt uns zu verstehen, dass dieser Betrag für ihn in Ordnung sei. Wir erreichen sicher und trocken das Hotel. Es war übrigens das erste Mal während unserer Reise, dass wir einen wütenden Vietnamesen erlebten.
Zum Schluss noch ein paar zusätzliche Infos: Wir haben uns gewundert, weshalb oft auf den Tellern ein Salz-/Pfefferhäufchen liegt. Nun kennen wir die Antwort: Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit beginnt das Gewürz im Streuer zu kleben. Oft wird das Salz deshalb auch in einem Behälter mit eine Löffelchen serviert.
In Kambodscha wie in Vietnam: Wir sind vor allem in bequemen Kleidern unterwegs. Anders die einheimische Bevölkerung: Viele reisen in den schönsten Kleidern zu den Sehenswürdigkeiten, und zwar gross und klein.


Die Mehrzahl der Autos sind gross, oft sind es Offroader oder Pick-ups. Kein Wunder bei diesen Strassen! Gestern haben wir zwei sehr teure Auto gesehen und fotografiert: einen Rolls Royce und einen sportlichen Bentley. Ein Land der Gegensätze …


Die Jasminblüte ist eine wichtige Blume. Unter anderem wird daraus feiner Tee produziert. Auf der Joggingrunde gestern hat ein Hotelangestellter u.a. Jasminblüten gesammelt.


Die Tage in Kambodscha sind im Nu verstrichen. Wir kehren mit ganz vielen wunderbaren Erinnerungen zurück nach Saigon: die spektakulären historischen Bauten, die gastfreundlichen Menschen, die Schönheit der Natur, das Kunterbunte, aber auch mit dem Gedanken an die grosse Armut, wo wir nur eine Bruchteil davon gesehen bzw. erfahren haben, und die damit verbundenen Wirtschaftsprobleme mit u.a. der zurzeit unrentablen Reisproduktion und den stark gesunkenen Tourismuszahlen. Letzteres aufgrund des zurzeit ruhenden Grenzkonflikts zwischen Thailand und Kambodscha. Eine Verkäuferin fragte Montsi und mich, ob wir nicht Angst hätten. Als wir erstaunt fragten weshalb, meinte sie wegen dem militärischen Konflikt … Sie war nicht die einzige, die diese Situation an der Grenze erwähnte.

PS. Hue ist schon wieder überschwemmt worden … 😥

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