Was für ein Tag 🥰!

Written in

von

Montsi und Claudia standen heute bereits um 4.30 Uhr, um 5 Uhr gings mit dem Tuktuk zur Angkor Tempelanlage, um den Sonnenaufgang zu bewundern. Raphael und Stefan waren etwas später sportlich unterwegs. Ob der Himmel voller Wolken ist oder es gar regnen wird, wussten die beiden zum Startzeitpunkt nicht. Gemäss der Apple-Wetter-App hätte es regnen sollen, was zum Glück nicht der Fall war … 

„Es lohnt sich, früh aufzustehen, um den Sonnenaufgang zu erleben, weg von all den Touristenströmen“, lasen wir in den Reiseberichten. Wir alleine? Weit gefehlt. 😂 Wir strömten mit Hunderten von Tourist/innen Angkor entgegen, staunten, lachten und suchten uns unser Plätzchen – und die Sonne.

Frühmorgens vor sechs Uhr.

Kurz vor 6 Uhr rötete sich leicht der wolkenverhangene Himmel, der ein paar hellere Stellen aufwies. Die Sonne zeigte sich allerdings nicht. Trotzdem: Es war ein stimmig-schönes Erlebnis.

Um 6 Uhr konnte man die Tempelanlage besichtigen. Und Montsi und Claudia waren fast alleine in dieser historischen Anlage – ein besonderes Feeling.

Die Suche nach unserem Tuktuk-Fahrer war nicht einfach …😉

Nach einem ausgiebigen American-Breakfast fuhren wir zu viert mit dem Tuktuk zur einzigen Lotusblütenfarm in Kambodscha und so wie es scheint im südasiatischen Raum. Wir staunten, was alles aus der Lotusblütenpflanze produziert werden kann: Aus dem Stengel Food, aus den Fasern im Stengel Garn, Tee … Alles Handarbeit und mehrere Arbeitsgänge sind nötig, bis beispielsweise ein Schal ferig ist. Kein Wunder waren die Preise entsprechend gesalzen: Ein mittelgrosser Schal kostete 400 Dollar. Wir kauften verschiedene kleinere Produkte ein. Schon nur, um dieses Projekt zu unterstützen. 

Ein absolutes Highlight war der anschliessende Bootsausflug durchs Wasser in die Lotusplantage. Siehe die Bilder.

Die Fahrt zur Bootsstelle liess uns nicht unberührt. Wir fuhren über holprige, zum Teil ungeteerte Strassen, vorbei an einfachste Blechbehausungen, viel Unrat und dazwischen immer wieder villenartige Bauten. 

Die Ernährungssituation in Kambodscha ist gemäss diversen Informationsquellen herausfordernd. Rund 74 Prozent der kambodschanischen Familien leiden etwa vier Monate im Jahr unter Lebensmittelknappheit. Frauen und Kinder sind besonders von chronischer Unter- oder Mangelernährung betroffen. In einigen Provinzen wie Siem Reap sind über 35 Prozent der Kinder unter fünf Jahren chronisch unterernährt.

Die Regierung hat eine nationale Aktion zur Beendigung von Hunger gestartet, unterstützt von der UN und anderen Organisationen, mit dem Ziel, nachhaltige Landwirtschaft zu fördern und die Ernährungssicherheit deutlich zu verbessern. Trotz Fortschritten bleibt Unterernährung ein grosses Problem, das insbesondere in ländlichen und ärmeren Regionen stark ausgeprägt ist.

Ein krasser Gegenpart bildete unser Besuch im Zentrum von Siem Reap mit unzähligen Shops, einem kunterbunten Markt, Restaurants und Pubs. Wir kauften ein, assen ein spätes Zmittag am Nachmittag und genossen einen herrlichen Espresso in einer Gelateria, die von einem Italiener geführt wird. 

Der Spaziergang zum Hotel war ebenfalls spannend. Denn, entgegen den Aussagen unseres Guides von gestern, steigt zurzeit in Siem Reap dem Fluss entlang ein riesiges Fest. Lichtermeer, viele Foodstände, Musik, ein kleiner Lunapark, Lichterboote auf dem Fluss und viele Menschen (evtl. haben wir ihn auch falsch verstanden …). Das Fest dauert drei Tage. Morgen soll zudem ein im Land bekannter Musikstar auftreten. Zurzeit ist man daran, die Bühne aufzubauen. Leider werden wir diesen Auftritt morgen Abend nicht erleben können, denn unser Flug startet um 21.30 Uhr zurück nach Saigon. 

Es handelt sich um das Wasserfest Bon Om Touk. Dieses ehrt die Umkehrung der Strömung des Tonlé-Sap-Flusses und markiert das Ende der Regenzeit sowie den Beginn der Fischereizeit. Herzstück des Festivals sind traditionelle Drachenbootrennen auf dem Fluss, begleitet von kulturellen Veranstaltungen, leuchtenden Bootsparaden mit buddhistischen Symbolen und traditioneller Musik. Das Wasserfest ist eines der grössten und farbenfrohsten Feste Kambodschas und zieht sowohl Einheimische als auch Besuchende an, besonders in Städten wie Siem Reap am Flussufer.

🤓: In einem Restaurant werden wir mit „Nihau“ begrüsst. Claudia glaubt, sich verhört zu haben. Nein, es ist das chinesische Hallo. Ein Versehen des Personals, meinte unser Guide. Haben wir asiatische Züge angenommen? 😎

Wir alle sind von Siem Reap, von dem, was wir von Kambodscha gesehen haben und von den Kambodschanern begeistert. Gleichzeitig beschäftigen uns die grosse Armut und die wirtschaftlichen Probleme, die auch in ferner Zukunft wohl nicht gelöst werden können. 

Schlagwörter

Hinterlasse einen Kommentar