Auf dieser Etappe von Lazise nach Brescia haben wir beide gelitten. Die Sonne brannte bereits vor neun Uhr unbarmherzig hernieder. Zudem fanden wir die für Fahrräder geeignete Strasse nicht (Es gibt eine von Desenzano nach Brescia). Wir suchten inmitten des Verkehrs unseren Weg – wie übrigens bereits vor einem Jahr. Zwei Mal fuhren wir auf einer Schnellstrasse …


Läden, um unterwegs Food und Getränke einzukaufen kaufen, fanden wir keine. Unsere Flüssigkeitsreserve neigte sich langsam dem Ende zu, als wir eine Beiz am Wegrand entdeckten. Was für ein Erlebnis! Voll klimatisiert, aber vor allem voller Einheimischer, die wild untereinander diskutierten und gestikulierten, so dass wir fast unser eigenes Wort nicht verstanden. Es gab zwei Menüs zur Auswahl. Wir assen nur il Primo, keinen Wein – die Flaschen standen auf dem Tisch zur freien Verfügung. Tranken dafür zwei grosse Flaschen Wasser, je zwei lisci.




Frisch gestärkt machten wir uns auf die letzten Kilometer, wo es ordentlich rauf und runter ging. Endlich erreichten wir Brescia und unser Hotel, l‘albergo Vittoria, mit Blick über Brescia auf den Dom.





Duschen, ein kurzer Sightseeing-walk und ein feines Znacht in einer lauschigen Gasse Brescia. Unser Kellner wird übrigens in anderthalb Wochen an die Streetparade nach Zürich fahren.





Es gäbe noch so viel in Brescia zu entdecken und bewundern. Die Stadt ist voller Palazzi, schöner Plätze und Museen. Was uns auffällt: Es hat zahlreiche Bettler/innen, nein, keine Italiener/innen. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich um Asylsuchende handelt, die in Brescia gestrandet sind.
Die Zugfahrt nach einer Nacht auf einem arg gierenden Bett und einem feinen, letzten Cappuccino mit Brioche in einer Bäckerei in einem Aussenquartier war wie erwartet mühsam. Der Regionalzug war vollgepfropft und dazwischen wir zwei mit Velo uns Gepäck. Nach anderthalb Stunden – der Zug hatte Verspätung- erreichten wir Milano Centrale.

Jetzt sitzen wir im Zug nach Zürich auf unseren reservierten Plätzen und unsere Velo in ihren reservierten Gestellen. Es ist ruhig und fast alle dösen vor sich hin. Um ca. 20 h sollten wir in Bern eintreffen.
Es war unsere spektakulärste Velotour. Wir haben viel gesehen und erlebt und kehren voller wunderbarer Eindrücke zurück nach Bern, mit viel Dankbarkeit, dass wir dies gemeinsam auf diese Art erleben dürfen. 🥰


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