Unser zweitletzter Tag in der Atacama-Wüste 🥲😍
Auf unserer Fahrt zum Ausgangspunkt für unsere dreistündige Wanderung zum Volcano blanco machten wir bei den weltberühmten, Millionen Jahre alten Geysiren del Tatio Halt. Als ich dort stand, das Blubblern hörte sowie den Dampf, die Farben und die Landschaft wahrnahm, kriegte ich Gänsehaut. Gewaltig, was Mutter Erde geschaffen hat! Wie munzig klein ist da der Mensch, der hier steht.

Auf einer Höhe von 4000 bis 4500 Metern wandert es sich deutlich langsamer als gewohnt. Die dreistündige Tour zum Volcano blanco mit vielen Trinkpausen bot uns wiederum sehr viel Abwechslung: Blubbernde und dampfende Geysire, durch eine spektakuläre Schlucht mit einer reichen Tierwelt und einer zum Teil bizarren Fluss- und Sumpflandschaft in den verschiedensten Farben, bis zu rot. Ein Teil des Wassers ist sauber und trinkbar, der andere ist hoch toxisch (u.a. Arsen) – und zwar nicht wegen irgendwelcher Chemie, sondern aus einer Laune der Natur. Wir konnten unzählige Guanacos beobachten, Vizachas (eine Art Kaninchen mit langem Schwanz), Flamingos und andere Vogelarten sowie Pflanzen, unter anderem eine Alpenbrennessel mit schönen weissen Blüten, die zwar beim Berühren der Blätter brennen soll, aber aus welcher – im Gegensatz zu den Schweizer Brennnesseln – kein Tee gewonnen werden kann.







Am Schluss dieser Wanderung erwartete uns unser Driver Hector, der das Mittagessen (Sandwiches, Früchte, Süsskartoffelwürfel und Güezis) aufgetischt hat – und dies vor einem atemberaubenden Panorama. Als „Dessert“ konnten wir durch den Feldstecher einen Wüstenfuchs am Fluss beobachten.

Wir waren zu fünft unterwegs: Unser erfahrender Guide Leo und ein Paar aus Santa Catarina (Brasilien). Wir verstanden uns ausgezeichnet, obwohl er „nur“ Portugiesisch, Spanisch und etwas Italienisch spricht und sie zusätzlich noch Englisch. Trotz diesen sprachlichen Barrieren: Wir hatten es gut und so beschlossen wir, morgen gemeinsam den Vulcano Toco zu „bewandern“. Der Toca ist das piece de resistence unseres “Camps”. Folglich gibt es heute Abend keinen Alkohol und kein rotes Fleisch, denn die Tour führt auf 5604 Meter. Eine leichte Nervosität ist spürbar.

PS. Auf diesem Foto ist nicht Lava zu sehen, wie die Schweizer Teilnehmerin in der Gruppe fälschlicherweise meinte, sondern die Toilette der Guanacos. Sie markieren damit ihr Revier 😉.

Hinterlasse einen Kommentar