Salz, Flamingos, heisse Quellen

Written in

von

Seit unserem letzten Beitrag haben wir viiiel erlebt, viel unvergesslich Schönes. Wir wussten vor unserer Ankunft zwar, dass die Atacama-Wüste über eine breite Auswahl an Entdeckungsmöglichkeiten bietet. Dass sie jedoch eine so reiche Vielfalt aufweist, war uns nicht bewusst. Wir staunen immer wieder, was Mutter Natur geschaffen hat.

Waren wir gestern Morgen noch am und durch den Rio Grande gewatet, erlebten wir am Abend die Salzseen – die zweitgrössten auf der Erde. Was sich uns bot, war schlicht und einfach atemberaubend. Auf der einen Seite die zum Teil Schnee bedeckten Anden mit den Vulkanen im Abendlicht, auf der anderen Seite eine weitere Bergkette und dazwischen eine Salzlandschaft so weit das Auge reicht.

In den Seen konnten wir zahlreiche Flamingos und andere Vogelarten beobachten. Es gibt dort drei verschiedene Arten: Die Chile-, James- und Rosaflamingos. Die Mutter und ihre drei Kinder aus Brasilien, die mit auf der Tour waren, erkundeten jeweils mit dem Feldstecher, um welche es sich handelte.

Heute Morgen besuchten wir die berühmten Termas de Puritama. Wir wanderten und kraxelten rund drei Stunden mit unserer Führerin Palu durch die meterhohe Schlucht mit faszinierenden grossen Kakteen, einem Fluss entlang, durch dichtes Schilfgras und Gebüsch hinauf zu den heissen Quellen. Dort konnten wir im über 30 Grad warmen Wasser zwischen hohem Schilfgras und vereinzelt herumfliegenden blauen Libellen ein genussvolles Bad nehmen.

Wie überall bisher waren wir von der ausgezeichneten Organisation vor Ort beeindruckt.

Die Guides in unserem Hotel stammen praktisch alle aus Chile. Gestern auf unserer Salzseetour waren wir mit dem einzigen Guide aus Peru unterwegs. Guillermo ist erst seit rund drei Wochen hier in Chile. Er arbeitete zuvor in Cusco für das gleiche Unternehmen. Doch weil dort der Tourismus aufgrund der Unruhen massiv zurückgegangen ist, hat er sich entschieden, seine Familie zurückzulassen und hier in Chile zu arbeiten. Das erste Mal, dass er sein Land verlassen hat.

Im Gegensatz zu Peru hätten in diesem Land rund 70 % der Arbeitnehmenden einen Vertrag. In Peru sei dies genau umgekehrt. Auch Guillermo wird eine solche Vereinbarung unterzeichnen, kommende Woche in der chilenischen Botschaft in Lima (…).

Die Guides hier im Hotel arbeiten in der Regel zehn Tage hintereinander und haben dann fünf Tage frei. Guillermo ist übrigens nicht der einzige Guide, der fernab von seiner Familie lebt. Wir haben einige getroffen, die zwar mit ihren Kindern über Whatsapp sprechen, aber diese nur in den südamerikanischen Wintermonaten live zu sehen kriegen.

Schlagwörter

Hinterlasse einen Kommentar